Loch im Trommelfell

Das Trommelfell ist ein dünnes und flexibles Häutchen, das genau zwischen Innenohr und Mittelohr sitzt. Es ist ein wichtiger Bestandteil unseres Gehörs und erfüllt gleich mehrere Funktionen. Zum einen bildet es eine natürliche Barriere zwischen Außen- und Mittelohr und schützt so das Ohr vor eindringenden Viren, Bakterien und Dreck. Zum anderen fängt das Trommelfell die Geräusche in Form von Schwingungen auf und leitet sie an die Gehörknöchelchen weiter. Ohne Trommelfell könnten wir also nicht hören. Doch wie kann es zu einer Verletzung des Trommelfells kommen und was sind die Folgen?
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Ursachen für eine Trommelfellverletzung

Zwar liegt das Trommelfell sehr geschützt im inneren des Ohres, dennoch kann es schnell zu einer Verletzung kommen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Entweder es kommt zu einem Loch im Trommelfell durch Gewalteinwirkung durch einen Gegenstand oder es kommt zu einer Beschädigung durch einen Plötzlichen Druckwechsel. Bereits ein Flug im Flugzeug oder ein Tauchgang können eine Druckschwankung hervorrufen, die das Trommelfel beschädigt. Auch Explosionen, z.B. durch einen Airbag, können ein Loch im Trommelfell verursachen. Die häufigste Ursache für ein Loch im Trommelfell ist jedoch die Selbstverletzung mit einem Ohrenstäbchen bei der Reinigung.

Symptome bei einem Loch im Trommelfell

Die Symptome bei einem Loch im Trommelfell sind ein plötzlicher Schmerz in Verbindung mit einem akuten Hörverlust. In einigen Fällen kann auch eine leichte Blutung aus dem Ohr auftreten. Bei einem plötzlichen Druckunterschied wie bei einer Explosion kann auch ein Tinnitus auftreten. Sofern die Symptome nicht plötzlich oder ohne ersichtlichen Grund auftreten, kann es sich auch um eine andere Erkrankung wie eine Mittelohrentzündung handeln. In jedem Fall sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen, da nur dieser eine gesicherte Diagnose stellen kann.

Loch im Trommelfell - Diagnose

Die Diagnose Loch im Trommelfell wird in der Regel mithilfe einer Okostopie gestellt. Dabei wird mithilfe einer Art Ohrenmikroskop das Trommelfell auf sichtbare Löcher oder Risse untersucht. Außerdem wird meist ein Hörtest durchgeführt, um eine Beschädigung des Innenohres und andere Krankheiten auszuschließen. Wichtig ist bei einem Verdacht möglichst früh einen Arzt aufzusuchen. Je eher eine Diagnose gestellt wird, desto besser können Folgeschäden ausgeschlossen werden.

Behandlung

Das menschliche Trommelfell hat ein hohes Selbstheilungspotenzial. Solange es sich lediglich um kleine Verletzungen handelt, regeneriert sich das Trommelfell üblicherweise innerhalb einiger Wochen von selbst, ohne das Folgeschäden zurückbleiben. Bei größeren Löchern oder Rissen kann der Arzt die Verletzung mit einer Art Folie bedecken, die dem Trommelfell beim Zusammenwachsen hilft und das Mittelohr vor eindringendem Schmutz, Viren und Bakterien schützt. Sollten diese in das Mittelohr gelangen, kann es zu Folgeerkrankungen wie einer Mittelohrentzündung kommen. Erst wenn die Verletzung zu schwer ist, und die Perforation nicht durch eine Folienschienung verschlossen werden kann, kommt eine Myringoplastik zum Einsatz. Hierbei wird in einer kleinen Operation das Trommelfell mit körpereigenem Gewebe rekonstruiert und verschlossen. Auch die Gehörknöchelchen können durch eine Myringoplastik rekonstruiert und so das Hörvermögen wieder verbessert werden. Sollten die Verletzungen so schwer sein, das auch das Mittelohr oder Innenohr in Mitleidenschaft gezogen werden, dann kann dies langfristige Schäden durch Hörverlust oder Taubheit zur Folge haben.

 

© Bilder: Fotolia

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