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Joggerin mit Hörverlust.

Was ist ein Tinnitus?

Ein Tinnitus bezeichnet ein störendes Ohrgeräusch, welches die meisten Betroffenen als Pfeifen oder Brummen wahrnehmen. Es kann nicht als selbstständige Krankheit bezeichnet werden, sondern eher als ein Symptom, das aufgrund verschiedener anderer Ursachen im Körper entstehen kann. Tinnitus verursacht keine körperlichen Schmerzen und ist an sich nicht gefährlich. Der Leidensdruck ist bei vielen Betroffenen allerdings häufig sehr groß und wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass der Tinnitus von Außenstehenden nicht bemerkt wird und das Verständnis dafür fehlt. Doch auch gegen Tinnitus gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten.

Inhaltsverzeichnis:

Tinnitus - Symptome

Das Wort „Tinnitus“ stammt vom lateinischen Wort „tinnire“ ab, was so viel wie „klingeln“ bedeutet. Damit beschreibt das Wort an sich schon die wichtigsten Symptome. Ein Tinnitus zeichnet sich durch störende Ohrgeräusche aus, die vor allem als Klingeln, Brummen, Pfeifen, Zischen oder Knacken beschrieben werden. Die störenden Ohrengeräusche, die bei einem Tinnitus auftreten, können unterschiedlich laut sein und durchgängig oder in rhythmischen Abständen auftreten.

Tinnitus - Diagnose der Symptome

Einen kurzzeitigen Tinnitus hatte wohl schon jeder einmal. Vor allem nach einem lauten Konzertbesuch kommt es unter Umständen vor, dass man ein dauerhaftes Pfeifen im Ohr wahrnimmt. Dieses Symptom verschwindet in der Regel jedoch innerhalb von 24 Stunden von alleine. Hält der Tinnitus 3 Tage oder länger an, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Die Tinnitus - Diagnose folgt einer gewissen Reihenfolge. Zuerst findet in der Regel eine optische Kontrolle der Ohren, Nasen sowie des Rachenraums statt, um physische Verletzungen, Verstopfung, Krankheiten und Entzündungen auszuschließen.

In den meisten Fällen erstellt der Arzt danach ein Audiogramm (Hörtest), welches dann auf Symptome eines Tinnitus ausgewertet wird. Sollten diese Untersuchungen kein Ergebnis liefern, stehen weitere Tests zur Verfügung.Mit einer Tonaudiometrie können beispielsweise Frequenzbereiche untersucht werden, um festzustellen, ob das komplette Gehör oder nur bestimmte Frequenzen betroffen sind. Auch wenn der Tinnitus bleibt, wird er in den meisten Fällen erträglich.

Tinnitus - Folgeerkrankungen

Gleichwohl kann das Symptom eines Tinnitus den Charakter einer Krankheit annehmen: Wenn er zu einer schweren Belastung im täglichen Leben wird und wenn daraus weitere Krankheiten resultieren. So treten bei dem permanenten Ton im Ohr, regelmäßig psychische Begleiterscheinungen bei betroffenen Personen auf. Dazu zählen zum Beispiel Schlafstörungen, Depressionen, Angstzustände bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Ein Großteil der Patienten lernt auf die Dauer die Tinnitusgeräusche zu kompensieren und leidet dadurch nur unter schwachen bis gar keinen Symptomen, die zur Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Außerdem tritt der Tinnitus oft zusammen mit einem Hörverlust auf dem betroffenen Ohr auf. Über die genauen Ursachen eines Tinnitus erfahren Sie hier mehr.

Tinnitus Ursachen

Bei den Ursachen von Tinnitus kann man zwischen objektivem und subjektivem Tinnitus unterscheiden. Vom objektiven Tinnitus spricht man, wenn der Ursache des Ohrengeräuschs eine tatsächliche Schallquelle im Körperinneren zugrunde liegt. Diese Schallquelle kann bei der Untersuchung (otoakustische Emissionen) vom Arzt lokalisiert werden.

Mögliche Ursachen eines objektiven Tinnitus:

  • Bluthochdruck fördert Tinnitus
  • Ursachen können auch Gefäßmissbildungen sein
  • Tubenfunktionsstörungen bzw. negativer Mittelohrdruck
  • Otoakustische Emissionen, d.h. akustische Aussendungen des Ohrs entgegen der eigentlichen Schallrichtung

Die zweite Art von Tinnitus ist der subjektive Tinnitus. Bei dieser Form von Tinnitus sind die Ursachen der Ohrgeräusche nicht feststellbar, sondern werden lediglich von der betroffenen Person wahrgenommen. Für den subjektiven Tinnitus kommen also nur Beeinträchtigungen des Gehirns oder des Nervensystems in Frage. Unterstützt wird diese Ursachen - Annahme von der Tatsache, dass ein subjektiver Tinnitus in der Regel nach der Durchtrennung des Hörnervs fortbesteht.

Mögliche Ursachen eines subjektiven Tinnitus:

  • Fremdkörper im Gehörgang begünstigen Tinnitus
  • Entzündungen im Ohr können Ursachen sein
  • Ein Hörsturz steigert das Risiko des Tinnitus
  • Tinnitus kann durch ein Knalltrauma entstehen
  • Verschiedene Erkrankungen der Gehörgänge
  • psychologische Ursachen

Es wird vermutet, dass der durch oben genannte Ursachen entstehende Hörverlust vom Gehirn kompensiert werden soll. Dazu regelt das Gehirn die Aktivität der entsprechenden Gehirnareale hoch, was dann zu den Phantomtönen führt. Vergleichbar ist dieses Phänomen mit dem Effekt der Phantomschmerzen nach einer Amputation. Bei vielen Patienten ist der Tinnitus auch abhängig von psychologischen Faktoren. So berichten viel Betroffene, dass der Tinnitus in schwierigen Lebensphasen und stressigen Situationen verstärkt auftritt. Auch psychologische Ursachen kommen also für einen Tinnitus in Frage.

Tinnitus lässt sich in drei unterschiedliche Stadien unterteilen, akuten, subakuten und chronischen Tinnitus. Die Unterteilung erfolgt dabei nach der Zeit. Dauert ein Tinnitus bis zu 3 Monaten, so spricht man von einem akuten Tinnitus. Oft dauert ein Tinnitus nur kurze Zeit an. Dabei ist es in der Regel so, dass die Wahrscheinlichkeit der Selbstheilung abnimmt je länger der Tinnitus anhält. Dauert der Tinnitus länger als 3 Monate, aber nicht länger als 6 Monate, so spricht man von einem subakuten Tinnitus. Auch in dieser Phase ist die spontane Selbstheilungsrate noch relativ hoch. Hält der Tinnitus länger als 6 Monate an, so spricht man von einem chronischen Tinnitus. In dieser Phase finden kaum noch Selbstheilungen statt, jedoch gibt es einige Behandlungsmöglichkeiten über die Sie im nächsten Abschnitt mehr erfahren können.

Tinnitus - Behandlung

Da für Tinnitus viele Ursachen in Frage kommen, ist eine genaue Diagnose für die Behandlung sehr wichtig.  Zur Behandlung des Tinnitus und Linderung der Symptome gibt es viele Therapieansätze. Dazu gehören Musik und Geräuschtherapie, Verhaltenstherapeutische Behandlungen, Magnet- oder Elektrostimulation, aber auch medikamentöse Anwendungen. Da bisher für die meisten Behandlungen keine ausreichenden Wirksamkeitsstudien vorliegen, gibt es bisher kaum einen Erfolgsnachweis für die Behandlungen des Tinnitus. Einzig die Wirksamkeit von frequenzgefilterter Musik konnte bisher in Studien als therapeutischer Ansatz gegen Tinnitus belegt werden.

Medikamentöse Tinnitus Behandlung

In den meisten Fällen wird für die Behandlung von Tinnitus auf Medikamente zurückgegriffen. Da die Wirksamkeit bisher nicht nachgewiesen ist, wird die Therapie eher anhand der Ursachen ausgerichtet. Handelt es sich z.B. um eine Entzündung des Gehörgangs, so wird mit entzündungshemmenden Mitteln versucht die Ursache und damit den Tinnitus zu beseitigen. In vielen Ländern wird mittels einer Infusionstherapie versucht, die Durchblutung zu fördern und den Tinnitus so zu beseitigen. Dieses Vorgehen ist jedoch umstritten, da die Infusionstherapie sehr teuer und die Wirkung nicht nachgewiesen ist. Erfolge in der Tinnitus - Behandlung konnten nur erzielt werden, wenn die Ursache für den Tinnitus genau zu bestimmen war. So hat bei depressiven Menschen die Einnahme von Antidepressiva gleichzeitig auch den Tinnitus verringert.

Alternative Tinnitus Behandlung

Neben der medikamentösen Behandlung wurden auch andere Tinnitus - Therapien mit unterschiedlichem Erfolg eingesetzt. So gab es eine Studie mit Tumorpatienten, denen im Laufe einer Tumoroperation der Hörnerv durchtrennt wurde. Dabei stellte man fest, dass die Operationen keinen positiven Einfluss auf den chronischen Tinnitus haben. Operative Behandlungen zeigen bislang nur Wirkung bei Tinnitus, wenn als Ursache eine physische Erkrankung wie ein verstopfter Gehörgang eindeutig festgestellt werden konnte. Eine wirksame Methode ist die kognitive Verhaltenstherapie. Hierbei wies man eine eindeutige Verbesserung der Lebensqualität für die Tinnitus - Patienten nach. Eine Linderung der Tinnitus - Lautstärke konnte bei dieser Therapie jedoch nicht festgestellt werden. Wirksam ist die Nutzung eines Hörgerätes mit Tinnitusunterdrückung. Diese Technik basiert auf dem Prinzip der frequenzgefilterten Geräusche, welches bereits erfolgreich in Studien mit Musik getestet wurde.

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